Kirche allgemein

Die Evangelischen Kirchen


Die Evangelischen Kirchen sind christliche Kirchen, also Gemeinschaften von Gläubigen an einem Ort. Sie sind meist um das Jahr 1500 durch die Reformation in Deutschland entstanden. Man nennt sie auch „Protestantische Kirchen“. Ihr wichtigster Gründer war der Mönch und Professor Martin Luther. Die meisten Kirchen in Deutschland, die die Reformation mitgemacht haben, gehören dazu.



Am Anfang sprach man oft von der lutherischen Kirche. Luther selbst wollte aber nicht, dass sein Name so sehr im Vordergrund stand. Ihm war das Evangelium wichtig, also die Erzählungen über Jesus im Neuen Testament. Deshalb bevorzugte er den Namen „Evangelische Kirche“.


In Deutschland bilden die Evangelischen Kirchen eine Mehrheit unter den christlichen Kirchen. Sie unterscheiden sich in ihrem Glauben nur wenig von den Evangelisch-reformierten Kirchen und den Evangelisch-lutherischen Kirchen, die es nur an einzelnen Orten gibt.


Unter diesen Kirchen gibt es verschiedene Bündnisse. Eines davon ist die „Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)“. EKD ist die Abkürzung des Namens. Den hängt man oft hinten dran, damit es nicht zu Verwechslungen kommt. Zur EKD gehören verschiedene Kirchen, deren Glaube sehr ähnlich ist, von denen aber jede ihre eigene Organisation hat.


In Österreich gibt es fast nur die Katholische Kirche. In der Schweiz ist neben der Katholischen Kirche die Reformierte Kirche verbreitet, die sich manchmal auch „Evangelisch-reformierte Kirche“ nennt. Ihr Glaube ist ähnlich wie in den Evangelischen Kirchen in Deutschland. Er ist aber weniger von der Lehre Martin Luthers, sondern von Huldrych Zwingli geprägt. In den wichtigsten Punkten waren sich diese beiden Reformatoren jedoch einig.

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